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Wer im Alltag Kontaktlinsen trägt, sollte das Schwimmen und Schlafen unbedingt vermeiden

Gernot Haubner 4 Min. Lesezeit 214. September 2026
Wer im Alltag Kontaktlinsen trägt, sollte das Schwimmen und Schlafen unbedingt vermeiden
Symbolbild (KI-generiert)
Eine aktuelle Warnung aus dem Gesundheitsbereich verdeutlicht die schweren gesundheitlichen Risiken von Kontaktlinsen beim Schlafen oder Schwimmen.

Kontaktlinsen gehören für Millionen Menschen zum täglichen Leben dazu. Sie bieten im Vergleich zur klassischen Brille Freiheit beim Sport, ein uneingeschränktes Sichtfeld und einen hohen Tragekomfort im Beruf. Doch genau diese Selbstverständlichkeit im Umgang mit Sehhilfen birgt oft unterschätzte Gefahren. Wie aus Analysen hervorgeht, wird die notwendige Hygiene im Alltag häufig vernachlässigt, was zu gravierenden Infektionen führen kann.

Die unsichtbare Gefahr im Wasser: Warum Schwimmen mit Linsen tabu ist

Das Element Wasser zieht uns magisch an, sei es im Freibad, im Hallenbad oder beim entspannten Urlaub am Meer. Wer dabei jedoch seine Kontaktlinsen im Auge behält, geht ein massives gesundheitliches Risiko ein. Leitungswasser, Seen und auch gechlortes Badewasser sind keineswegs steril, sondern voller Mikroorganismen, Bakterien und Parasiten. Einer der gefährlichsten Erreger in diesem Zusammenhang ist Akanthamöbe, ein einzelliger Organismus, der sich in feuchten Umgebungen wohlfühlt.

Wenn Wasser auf die Sehhilfe trifft, saugt das Material die Flüssigkeit auf wie ein Schwamm. Die Erreger setzen sich direkt zwischen Linse und Hornhaut fest. Dort finden sie ideale Bedingungen vor, um sich rasant zu vermehren. Dies kann zu einer extrem schmerzhaften Hornhautentzündung führen, die im schlimmsten Fall bleibende Schäden an der Sehkraft hinterlässt oder eine Hornhauttransplantation erforderlich macht. Wie in den Ausführungen von derStandard Gesundheit eindringlich dargelegt wird, sollten Wassersportler daher zwingend auf gut sitzende Schwimmbrillen zurückgreifen oder die Linsen vor dem Gang ins Wasser herausnehmen.

Die Nachtruhe wird zum Risikofaktor: Schlafentzug für die Hornhaut

Ein weiterer schwerwiegender Fehler im Umgang mit den kleinen Sehhilfen ist das Tragen über Nacht. Viele Menschen fallen nach einem langen Arbeitstag todmüde ins Bett und vergessen schlichtweg, die Linsen herauszunehmen, oder entscheiden sich bewusst für sogenannte Dauertrage-Modelle. Medizinisch gesehen ist dies jedoch ein absoluter Ausnahmezustand für das menschliche Auge. Die Hornhaut besitzt keine eigenen Blutgefäße, sondern muss direkt über die Tränenflüssigkeit und den Luftsauerstoff versorgt werden.

Schließen wir die Augen zum Schlaf, reduziert sich die Sauerstoffzufuhr ohnehin auf ein Minimum. Befindet sich nun eine Kontaktlinse auf dem Auge, wirkt diese wie eine zusätzliche Barriere, die den Gasaustausch drastisch drosselt. Die Folge ist eine sogenannte Hypoxie, ein akuter Sauerstoffmangel im Gewebe. Dadurch wird die natürliche Schutzbarriere der Hornhaut geschwächt, wodurch Bakterien leichtes Spiel haben, einzudringen und schwere Entzündungen auszulösen.

Warnsignale und typische Symptome ernst nehmen

Die Anzeichen einer beginnenden Infektion durch falsche Handhabung von Sehhilfen sind oft schleichend, sollten aber niemals ignoriert werden. Wer nach dem Schwimmen oder dem Aufwachen unter anhaltenden Beschwerden leidet, muss sofort handeln und einen Augenarzt aufsuchen. Wichtige Warnsignale sind beispielsweise eine erhöhte Lichtempfindlichkeit, die sich durch plötzliches Blinzeln bei normalem Tageslicht äußert, oder ein anhaltendes Fremdkörpergefühl, das dem ständigen Reiben von Sandkörnern im Auge gleicht. Auch gerötete und brennende Augen, die auf eine starke Reizung hindeuten, sowie eine verschwommene Sicht, also ein plötzlicher Verlust der Sehschärfe trotz korrigierter Linsenwerte, sollten ernst genommen werden.

Wer diese Symptome ignoriert, riskiert dauerhafte Einschränkungen der Sehkraft. Eine rechtzeitige Behandlung mit antibiotischen oder antimikrobiellen Tropfen ist in den meisten Fällen entscheidend für einen glimpflichen Verlauf.

Sicherer Umgang im Alltag: Praktische Tipps für Kontaktlinsenträger

Um die Gesundheit der Augen langfristig zu schützen, genügen oft schon einfache Verhaltensregeln. Neben dem strikten Verzicht beim Schwimmen und Schlafen spielt die konsequente Hygiene die wichtigste Rolle. Vor jedem Ein- und Aussetzen sollten die Hände gründlich mit Seife gewaschen und mit einem fusselfreien Tuch abgetrocknet werden. Auch die Verwendung von frischer Kombilösung und das regelmäßige Reinigen des Aufbewahrungsbehälters sind unverzichtbar.

Zudem empfiehlt es sich, im Alltag immer eine Ersatzbrille parat zu haben, um den Augen zwischendurch eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Wenn die Linsen am Abend rechtzeitig entfernt werden, atmet das Gewebe auf und das Risiko für unangenehme Komplikationen sinkt drastisch. Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit den Sehhilfen schützt die Sehschärfe und sorgt dafür, dass das Tragen auch in Zukunft unbeschwert möglich bleibt.

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#Prävention#Augengesundheit#Kontaktlinsen

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